{"id":126,"date":"2022-12-09T19:46:28","date_gmt":"2022-12-09T18:46:28","guid":{"rendered":"https:\/\/pesta.schule\/wordpress\/?page_id=126"},"modified":"2022-12-09T19:48:05","modified_gmt":"2022-12-09T18:48:05","slug":"johann-heinrich-pestalozzi","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/pesta.schule\/wordpress\/?page_id=126","title":{"rendered":"Johann Heinrich Pestalozzi"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Also bin ich ein Werk der Natur.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Werk meines Geschlechts.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ein Werk meiner Selbst.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Geb. 12.1.1746 Z\u00fcrich; gest. 17.2.1827 Brugg\/Kt. Aargau.<\/p>\n\n\n\n<p>Er war nicht nur Zeitgenosse von Rousseau, Kant und Fichte, die Ideen der franz\u00f6sischen Aufkl\u00e4rung und der deutschen Philosophie beeindruckten ihn so tief, dass sein Leben von ihnen gepr\u00e4gt werden sollte. Die franz\u00f6sische Republik machte ihn 1789 sogar zu ihrem Ehrenb\u00fcrger.<\/p>\n\n\n\n<p>Als junger Mann war der Schweizer Pestalozzi, Sohn eines Arztes, mit seiner Familie aufs Land gezogen. Dort aber musste er nur zu schnell erkennen, dass seinem Ideal von einer nat\u00fcrlichen, harmonischen Entwicklung des Menschen die gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse entgegenstanden. Viele b\u00e4uerliche Familien vermochten sich angesichts der feudalen Lasten und der sinkenden Lebensmittelpreise nicht mehr zu ern\u00e4hren. Ihre Armut erregte Pestalozzis Mitleid. Sie weckte in ihm den Wunsch, zumindest den Kindern zu helfen. Einige von ihnen nahm er auf. Er verband den Unterricht f\u00fcr sie mit landwirtschaftlicher und heimindustrieller Arbeit, legte darin sein ganzes Verm\u00f6gen an. Schlie\u00dflich war er selbst so arm wie die \u00c4rmsten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr als ein Jahrzehnt musste er es bei theoretischen Arbeiten zur Erziehung bewenden lassen. Als dann die Schweiz vom \u00bbBund der Eidgenossen\u00ab zu einer franz\u00f6sischen Tochterrepublik wurde, beauftragte der neue Minister den P\u00e4dagogen, ein Waisenhaus in Stans zu \u00fcbernehmen. Doch dieses langersehnte Gl\u00fcck w\u00e4hrte nur kurz. Die Unternehmungen in Stans zerbrachen wie andere davor und danach an den Barrieren der gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse.<\/p>\n\n\n\n<p>Wahrscheinlich waren die Jahre in Iferten die besten im Leben des P\u00e4dagogen. Seit 1805 beherbergte das dortige Schloss die weithin bekannte Erziehungsanstalt Pestalozzis. In lferten wurden nicht nur Kinder, sondern auch Lehrer aus ganz Europa ausgebildet in rigorosem Bruch mit Dogmen, schulmeisterlichem Gehabe und leerem Wortgeprassel \u00fcberlebter Zeiten. Im Unterricht wurde versucht, beim Streben nach, Erkenntnis den Gesetzen der Natur zu folgen, von der Anschauung und vom Elementaren auszugehen und fortschreitend zu den Zusammenh\u00e4ngen vorzudringen, den Dingen des Lebens auf den Grund zu kommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>All das, konnte nicht ohne Resonanz bleiben, auch bei Pestalozzis Widersachern nicht. Sie bel\u00e4chelten, beschimpften, verleumdeten ihn. Immer wieder musste sich der P\u00e4dagoge vor allem gegen jene verteidigen, die ihn als Menschen ohne Religion bezeichneten. Seine Religion, sein Christentum sah er als \u00bbSymbol universeller Erziehung\u00ab, als ideale geistige Stufe der Menschheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Intrigen, \u00fcble Nachreden und anonyme Schriften brachten auch das Experiment lieferten zum Scheitern. Nicht aber vermochten sie Pestalozzis Ideen auszul\u00f6schen, die seine Sch\u00fcler \u00fcber die Grenzen Europas hinaustrugen: die Gesellschaft durch Erziehung und Bildung des Volkes zu ver\u00e4ndern; den Armen damit ein Mittel zu geben, berufliche und wirtschaftliche Sicherheit sowie sittliche Reife zu erlangen. Pestalozzis Leidenschaft, sich f\u00fcr die Armen und Entrechteten einzusetzen, harmonisch entwickelte, gebildete Menschen zu erziehen, wirkte weit in die Nachwelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Also bin ich ein Werk der Natur. Ein Werk meines Geschlechts. Und ein Werk meiner Selbst. Geb. 12.1.1746 Z\u00fcrich; gest. 17.2.1827 Brugg\/Kt. Aargau. Er war nicht nur Zeitgenosse von Rousseau, Kant und Fichte, die Ideen der franz\u00f6sischen Aufkl\u00e4rung und der deutschen Philosophie beeindruckten ihn so tief, dass sein Leben von ihnen gepr\u00e4gt werden sollte. 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